Gruselgeschichten und Schreckenswesen verschiedener Art gehören zum Karneval einfach dazu. Im Karneval möchten wir mal etwas völlig anderes erleben und in eine ganz andere Rolle schlüpfen.
Und gerade das Dunkle, Magische und Geheimnissvolle übt da seinen ganz besonderes Reiz auf uns aus. Einmal eine wirklich böse Hexe mit runzeliger Haut, Warzen, strähnigen Haaren und Buckel sein. Mit einer tollen Karnevalsverkleidung ist alles möglich.
Das Hexen-Kostüm wird Sie unerkennbar machen und statt Ihrer wahren Erscheinung eine ganz andere Figur zum Vorschein kommen lassen. Genau so wie in Wirklichkeit auch kann also eine Hexe die Sinne der Nächsten verwirren und schon mit ihrem Auftreten bezaubern.
Um den Eindruck noch deutlicher zu machen, empfehlen wir Ihnen zusätzlich noch einen entsprechenden Make-Up zu machen. Das Gesicht der angehenden Hexe sollte zuerst weiß grundiert werden. Danach können Sie den Mund mit einem schwarzen Strich umranden und die Lippen mit besonders unangenehmem Giftgrün ausfüllen. Die vorher komplett weiß abgedeckten Augenbrauen, werden jetzt wieder mit demselben schwarzen Strich nachgezeichnet. Bemühen Sie sich dabei, die Striche auf eine speziell teuflische Art und Weise zu gestalten.
Auch auf die Wangen kann man mit dem schwarzen Stift individuell – je nach Lust und Fantasie – abstoßende Motive malen. Genießen Sie dieses Jahr tolle Karnevalstage!
Das Karnevalskostüm schlechthin ist das Clownskostüm. Sowohl große als auch kleine Jecken schlüpfen zur Karnevalszeit liebend gern in die Rolle eines Clowns. Mit ein paar einfachen Tricks lässt sich ein solches Kostüm ganz einfach selber machen.
Natürlich ist Clown nicht gleich Clown. Neben dem klassischen Zirkusclown mit buntem Kostüm, roter Lockenperücke und typischem Clownsgesicht gibt es auch die traurige, italienische Variante des Pierrot-Clowns. Dieser zeichnet sich durch ein schwarz-weißes Karo-Kostüm, einen Spitzhut und ein weiß geschminktes Gesicht aus. Der traurige Charakter des Pierrot-Clowns kann durch aufgemalte Tränen noch verdeutlicht werden.
Sehr beliebt im Kölner Karneval ist auch der Lappenclown. Diese Variante des Clownskostüms besteht aus Hunderten Reststoff-Fetzen, die in aufwändiger Handarbeit aneinander genäht werden. Besonders im Straßenkarneval ist dieses Karnevalskostüm sehr beliebt, weil der Jeck darunter mehrere Langen warmer Kleidung anziehen kann.
Ein Clownskostüm kann man mit Hilfe einfacher Basteltipps ganz leicht selber machen und sich so schon mal auf Karneval einstimmen. Die Perücke beispielsweise lässt sich aus bunten Wollfäden und einer Mütze oder Badekappe herstellen. Einfach die Wollfäden auf den unteren Rand der Mütze/Badekappe kleben oder annähen. Die klassische rote Clownsnase kann man entweder aus einem kleinen roten Schaumstoffball oder einem Tischtennisball basteln, oder man kann eines der Fächer eines Eierkartons mit roter Farbe bemalen und befestigt ein Gummiband daran.
Die Kleidung des Clowns sollte vor allem schön bunt und viel zu groß sein. Kinder werden eventuell im Kleiderschrank der Eltern fündig. Eine bunte Sommerhose, ein paar Hosenträger und ein weites Hemd – fertig ist das Clownskostüm. Natürlich kann man auch ein altes weißes T-Shirt bunt bemalen oder mit Kartoffelstempeln bedrucken. Auch bunte – möglichst verschiedenfarbige Kniestrümpfe passen super zu einem Clownskostüm. Witzige Accessoires wie übergroße Schuhe, große Schleifen, Knöpfe, Blumen oder Hüte verleihen dem Karnevalskostüm den letzten Schliff – und schon kann man sich als bunter Clown ins bunte Treiben stürzen.
Quelle: karnevalskostueme.de, piratesplace.de
Bild: Paul Stein (Flickr)
Schrecken, Horror und Grusel – all das verbindet man mit einem Vampir. Nicht nur an Halloween gehört das Vampirkostüm daher zu den beliebtesten Verkleidungen, auch zur Karnevalszeit schlüpfen zahlreiche Jecken in die Rolle des blutsaugenden Untoten.
Das wichtigste Kleidungsstück beim Vampirkostüm ist der lange, schwarze, wehende Umhang mit steifem Stehkragen, der dem Vampir ein sehr majestätisches Auftreten verleiht. Besonders hoheitsvoll wirkt der Umhang, wenn er außen schwarz und innen rot gestaltet ist. Unter dem Umhang trägt der Vampir normalerweise eine schwarze Hose und ein weißes Hemd. Ein roter Kummerbund und schwarze Lederschuhe machen das Outfit perfekt.
Jetzt fehlt vor allem noch eins, um sich für die Karnevalsparty in einen furchteinflößenden Vampir zu verwandeln: lange, spitze, strahlend weiße Eckzähne. Denn was wäre ein Vampir ohne seine auffälligen Beißerchen? Vampirzähne kann man beispielsweise in Scherzartikel-Läden oder Karnevalsshops kaufen. Sie werden einfach auf die eigenen Zähne 'aufgesteckt'. Sieht man an den Spitzen der Zähne noch Rot vom Blut der letzten armen Seele, die dem Vampir zum Opfer fiel, wird das Kostüm gleich noch viel schauriger.
Da es sich beim Vampir um ein kaltes, untotes Wesen handelt, braucht er natürlich sehr blasse Haut. Hals und Gesicht sollten also beim Vampirkostüm weiß bzw. hellgrau geschminkt werden. Dazu machen sich tief rote, von Theaterblut triefende Lippen und dunkel geschminkte Augen besonders gut. Die Haare sollten mit viel Wachs und Gel streng nach hinten gekämmt werden.
Die weibliche Version des Vampirkostüms beinhaltet unter dem schwarzen wallenden Umhang ein bodenlanges schwarzes oder rotes Kleid mit weiten Ärmeln. Auffälliger Silberschmuck und schwarze Fingernägel lassen die Vampirlady besonders edel aussehen. Weißes Make-up, Vampirzähne und blutverschmierter Mund dürfen hier natürlich auch nicht fehlen.
Sowohl die weibliche als auch die männliche Version des Vampirs eignen sich wunderbar als Verkleidungen für Karneval oder Halloween. Besonders gruselig wird das Ganze, wenn besondere Kontaktlinsen aus dem Karnevalsladen dem Vampir einen unvergesslich schaurigen Blick verleihen.
Quelle: kostuemparty.com, karnevalskostueme.de
Bild: Luis Avilesortiz (Flickr)
Jedes Jahr zur Karnevalszeit wird der sowieso schon nicht prüde Lebensstil Rio de Janeiros noch um einiges frivoler, ausgelassener und hemmungsloser. Nicht umsonst träumen viele davon, sich bei einer Karnevalsreise nach Rio mal so richtig auszutoben.
Offiziell beginnt der Karneval in Rio de Janeiro am Freitag vor Aschermittwoch. Von da an wird praktisch fünf Tage lang durchgefeiert. Das Highlight bildet die Parade der Samabschulen (Escola de Samba), die zu den größten Festen der Welt gehört und weit über die Landesgrenzen von Brasilien bekannt ist.
Jede Escola de Samba entscheidet sich jährlich für ein bestimmtes Thema, nach dem dann Festwagen und Kostüme gestaltet werden. Auch Rhythmus, Choreographie, Präsentation und Zusammenspiel der Gruppe werden in monatelangen Vorbereitungen perfekt aufeinander abgestimmt und eingeübt. Viele derprächtig kostümierten Tänzerinnen und Tänzer haben das ganze Jahr über für die farbenfrohen Kostüme gespart, die sie während der Parade nur für wenige Stunden tragen.
Nur diejenigen Escolas, die zur Grupo Especial – der obersten Liga der Sambaschulen – gehören, dürfen im Sambadrom vor 60.000 Zuschauern und einer Jury jeweils genau 75 Minuten ihre Show zum besten geben. Der Gewinner erhält einen Geldpreis, aber die Ehre, Mitglied der Gewinnerschule zu sein ist fast noch wichtiger.
Bei der gigantischen Parade tritt jede der Sambaschulen mit 3000 bis 5000 Teilnehmern an, die in 40 Gruppen mit 30 Festwagen aufgeteilt werden. Um 21 Uhr beginnen die Paraden an den Festtagen und dauern bis zum Morgen des nächsten Tages. Die Punkteauszählung und die ausgelassene Siegesfeier findet am Aschermittwoch gegen Mittag statt und wird an den Fernsehgeräten im ganzen Land verfolgt.
Auch außerhalb der Sambaparade wird während des Karnevals in Rio ausgiebig und exzessiv gefeiert. Wen es zu dieser Jahreszeit an den Zuckerhut zieht, der sollte auf jeden Fall in Feierlaune sein, damit er seine Karnevalsreise nach Rio in vollen Zügen genießen kann.
Die Schweizer sind auf ihre Basler Fasnacht sehr stolz. Schon der Name “Fasnacht” unterscheidet sich von der in Deutschland sonst üblichen Fastnacht und sollte mit der letzteren niemals verwechslet werden.
Die Art und Weise, wie man in Basel Karneval feiert ist auch etwas anders, als wir dessen von zu Hause gewöhnt sind. Die Basler Fasnacht hat genau so wenig mit Kneipensitzen und Biertrinken zu tun, wie mit dem heißen Reigen im brasilianischen Rio oder ekstatischen Straßentänzen.
Die Basler Stimmung während der Fasnacht soll angeblich ganz einzigartig sein. Das Typische an der Basler Fasnacht ist eben, dass sie typisch Basler ist. Besucher sind aber auch herzlich willkommen. Natürlich, wenn sie sich zu benehmen wissen. Wir haben hier für Sie einen Auszug aus den wichtigsten Goldenen Regeln zusammengestellt, was während des Schweizer Karneval unbedingt beachtet werden muss. Die angeführten Regeln sind selbstverständlich ernst zu nehmen.
1. Parolen und Ausrufe wie 'Hellau' oder 'Wollen wir se reinlasse' sollten nicht verwendet werden, weil sie beweisen, dass der Besucher den Geist der Basler Fasnacht nicht ganz begriffen hat.
2. Auch das Aufheben und Wiederverwenden von Konfetti vom Boden sollte als ein Geiz beweisendes Verhalten vermieden werden.
3. Auch wenn es manchmal ziemlich eng wird in einer Gasse; aggressiv drücken und stossen hilft auch nicht weiter, es macht nur alle Leute nervös.
4. Die Basler Fasnacht nennt man Fasnacht und nicht Fastnacht, nicht Karneval und schon gar nicht Fasching. Desweiteren ist eine Maske keine Maske, sondern eine Larve.
5. Leute die ein Kostüm und eine Larve tragen sollten nicht mit Konfetti beworfen werden. Sie sind aktive Fasnächtler und können sich meist erst nach 12 Stunden oder mehr wieder umziehen.
Quelle: staenzler.ch
Bild: Allie_Caulfield
Das Hexenkostüm gehört zu den klassischen Karnevalskostümen für Frauen und Mädchen jeglichen Alters. Ein Hexenkostüm findet man in jedem gut sortierten Kostümgeschäft, man kann es aber auch sehr gut selber machen. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.
Generell besteht ein Hexenkostüm aus einem dunklen Oberteil und einem oder mehreren langen bunten Röcken. Wer so etwas nicht im eigenen Kleiderschrank findet, wird eventuell im Kostümverleih fündig. Verziert werden kann das Hexenkostüm mit Plastik-Fledermäusen, Spinnen oder Totenköpfen, die man im Karnevalsgeschäft kaufen kann.
Ganz wichtig für das Hexenkostüm ist auch der Hexenhut. Diesen kann man ganz leicht aus schwarzem Tonkarton selber basteln, mit Stoff beziehen und beliebig dekorieren. Auch ein Zauberstab darf bei keinem Hexenkostüm fehlen. Malen Sie hierfür einfach in Rundholz in schwarz oder jeder anderen Farbe an und verzieren Sie es mit Glitzerstaub. Besonders schön sieht Ihr Zauberstab aus, wenn Sie an einem Ende aus Knetmasse einen Stern, Mond, Spinne oder ein sonstiges Motiv anbringen.
Zerfledderte schwarze Stiefel und löchrige Spitzenhandschuhe machen das Hexenkostüm schon fast perfekt. Wenn Sie sich jetzt noch einen schwarzen Raben, eine Katze oder sonstiges Getier auf die Schulter setzen, sich eine Hakennase mit Warze besorgen und den passenden Hexenbesen bereit halten, dann sind Sie bereit zum Abheben.
Natürlich können Sie sich bei Ihrem Hexenkostüm auch bei berühmten Hexen inspirieren lassen. Zu den beliebtesten Vorbildern für ein Kinder-Hexenkostüm gehören Hermine Granger aus Harry Potter, Die kleine Hexe aus dem gleichnamigen Roman von Ottfired Preußler und Bibi Blocksberg. Erwachsene Hexen können sich auch an Elphaba, der grünhäutigen 'Wicked Witch of the West' oder Glinda aus Wicked orientieren, oder an Elvira, Mistress of the Dark von der Addams Family.
Quelle: karnevalskostueme.de, die-ideengeber.de
Foto: Björn Láczay (Flickr)